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Makeover, Schrebergartenalltag

Das erste Jahr als Schrebergärtnerin

Hallo liebe Käferchen,

vor genau einem Jahr am 27. Juli habe ich den Schlüssel zu meinem Garten bekommen. Seit dem habe ich bereits unzählige Stunden dort verbracht. Mal schweißgebadet nach kräftezehrenden Arbeiten, mal gemütlich mit Freunden am Feuer, freudestrahlend mit der ersten eigenen Ernte in der Hand oder über einer Idee tüftelnd und werkelnd. Eine Weile begleiten mich einige von euch auf diesem steinigen Weg – vielen Dank für die aufmunternden Worte, eure Wertschätzung und Tipps. Es ist an der Zeit noch einmal auf die Verwandlung zurück zu blicken.

Willkommen in meinem Schrebergarten in Leipzig 2015 & 2016. Wie ihr seht, sah es vor einem Jahr noch ziemlich wild und zugewuchert aus. Es hat einige Tage bei Wind und Wetter, Wärme und Kälte gebraucht um den Urwald zu durchdringen. Dabei hab ich leider nicht immer schöne Dinge entdeckt, jedoch an jeder Ecke mindestens eine versteckte Regentonne (was sich bei der aktuellen Hitze doch als hilfreich entpuppt). Mit die schönste Erkenntnis war, wie viele alte Pflanzenbestände zum Vorschein kamen – Rhabarber, Himbeeren, Brombeeren, Zitronenmelisse. Okay Melisse ist eher Unkraut, aber sie bliebt uns erhalten. Die weitaus größten Veränderungen haben zum einen an sowie in der Hütte stattgefunden, aber auch das Roden der Hecke hat dem Garten einen ganz neue Weite verschafft. Ein meterhohes und -breites Ungetüm. Lange Zeit war kein wirklicher Fortschritt zu erkennen, sondern nur zunehmende Berge an Grünschnitt. Spätestens da kamen dann die ersten Zweifel. War es ein Fehler den wilden Garten zu nehmen? Wie schaffe ich das nur?

Aber als ich dann mit einem großen Transporter 340kg Grünschnitt verladen und entsorgt hatte, war klar man kann alles schaffen! Danach folgte ein weiterer großer Meilenstein. Ein neues Dach. Aber dazu werde ich euch demnächst noch einmal ausführlich schreiben. Wer neugierig ist findet einige Schnappschüsse dazu auf meinem Instagram Profil. Dabei hatte ich großartige Unterstützung. Und so langsam Stück für Stück wird auch die Laube etwas wohnlicher. Um den Wort“Garten“ jedoch alle Ehre zumachen, musste erstmal jedes Beet gründlich von Unkraut befreit werden. Einige Blümchen und Stauden sind zwar mittlerweile wieder aufgetaucht und erhalten weiterhin ein wildes und wuschiges Fleckchen aber mittlerweile gibt es wieder ein Gemüsebeet. Die erste Ernte an Zucchini, Mangold, Gurken, Spitzkohl und Radieschen konnte ich schon stolz einfahren und verspeisen. Jetzt muss die nächste Generation Pflanzen nachrücken.

Den allgemeinen spießbürgerlichen Kolonieanforderungen genügt mein Schrebergarten sicher noch nicht, aber die Leute gewöhnen sich sicher bald an etwas wildes und buntes Pflanzenwachstum. Also schreckt nicht zurück, wenn es manchmal unmöglich erscheint. Haltet tapfer durch und macht auch mal Pause, wenn ihr das Gefühl habt, dass euch die bevorstehende Arbeit über den Kopf wächst. Das Gefühl etwas geschafft zu haben, ein Problem gelöst zu haben wird euch doppelt entschädigen. Hinterlasst mir gern eure Fragen in den Kommentaren, wenn ihr bei euren Makeover Plänen feststeckt oder noch nicht sicher wisst wie ihr ein Problem angehen sollt, vielleicht finden sich ein paar kreative und nützliche Ideen.

Ich wünsche euch eine schöne und sonnige restliche Gartenwoche.
Eure Elisa von rienmakaefer

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4 thoughts on “Das erste Jahr als Schrebergärtnerin”

  1. Fast hätte ein Tränchen verdrückt beim lesen. Man kann glaube ich nur dann genau nachempfinden wie es Dir auf Deiner Reise vom Urwald zum schönen Garten geht wenn man es selbst erlebt hat. Ich freue mich dass ich auf Deiner Reise dabeisein darf 😀 Liebe Grüße von Instagram schickt Dir „Lineimnetz“ 🌱✂️🏡🔨💪🏼😅

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    1. Hi Stefanie aka Lineimnetz,

      ach du bist ja süß. Zum Weinen wollte ich keinen bringen. Ich hoffe letztendlich war es auch etwas motivierend und ih habt ja auch bereits einiges in eurem Garten geschafft.
      Ich drück euch auf jeden Fall weiter die Daumen.
      Danke für deine lieben Worte. Viele Grüße Elisa

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  2. Hallo zusammen,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Dein Garten sieht sehr gepflegt aus.
    Diesen Sommer habe ich mir auch vor genommen, mehr zu pflanze. Vielleicht auch ein kleiner Teich.
    Aber habt ihr keinen Zaun? Ich finde das wichtig, damit man wirklich seinen eigenen Bereich hat.

    LG
    Nadine

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    1. Hallo Nadine. Danke für dein Kompliment. Wir haben ja einen Eckgarten. Da ist ein Zaun ringsherum und auch zum Nachbarn haben wir einen unauffälligen grünen Stabmattenzaun. Mit dem neuen Sichtschutz haben wir auch auf der Terrasse einen feinen Rückzugsort… Viele Grüße Elisa

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