Schrebergartenalltag

Rückblick – Die Hecke musste weg! 

Hallo liebe Käferchen,

in der Winterzeit gibt es ja gerade nicht soviel im Garten zu erledigen. Wenn ich ein Jahr zurückblicke,  erinnere ich mich an das Anhäufen unzähliger Fuhren Grünschnitt. Verwilderte Himbeersträucher und eine 2m hohe Hecke türmten sich plus diverse Apfelbaumäste und Forsythie. In diesem Beitrag möchte ich euch meine Erfahrungen zum Thema Grünschnittentsorgung teilen und noch einmal zurückblicken.

Den größten Anteil am Berg machte der Heckenschnitt aus. Leider lag dieser schon fast ein halbes Jahr. Meine erste Überlegung war ihn zu verbrennen. Worauf ich im Baumarkt eine schöne Feuerschale gekauft hatte und im Januar dann im Garten stand aber leider vergeblich versuchte etwas zu entzünden. Alles nass,  windig und überhaupt die Masse an Verschnitt – ein utopisches Vorhaben.

Dieses wunderschöne Monstrum musste weg.

Was bleibt: Ein Berg aus Grünschnitt und Verzweiflung.

Wo kann man Grünschnitt am besten entsorgen?

Falls ihr eher ländlich wohnt ist natürlich die einfachste und günstigste Variante die Entsorgung beim örtlichen Osterfeuer, Hexenbrennen oder wie so etwas eben in eurer Region heißt. Nachteil in der Regel findet so etwas nicht so oft im Jahr statt.

Als Stadtgärtner bleibt einem in der Regel nur die kostenpflichtige Entsorgung bei der Stadtreinigung oder auf Deponien. Ich kann da nur für Leipzig sprechen. Hier muss man Wertmarken a 50 cent kaufen und kann damit 100Liter entsorgungen.  Puh 100l klingt viel. In der Realität ist das aber ne verhältnismäßig kleine „Tüte“. Ich hatte bereits angefangen alles in große Säcke zu füllen aber nachdem 6. war der Berg nur unwesentlich kleiner und ich hatte mehrere Stunden damit verbracht. Meistens reißen die Tüten dann auch noch gleich ein durch Äste,  Dornen und Co. Das war nichts. Also entschied ich mich für die Deponie bzw. ein Kompostierwerk. Eine nette Frau am Telefon sagte mir die 0,5 &  1 Kubikmeterpauschale, weil der Kilo/Tonnenpreis kommt ja sicher nicht in Frage. Worauf hin ich sie fragte wieviel Grünschnitt das so ist für den Kubikmeterpreis. Antwort etwa max. ein PkW Hänger voll. Mmh ich nur so „Naja dann lassen sie uns mal über den Kilopreis reden“ und so war das Ding geritzt. Was ich bezahlt habe erfahrt ihr weiter unten.

Wie zum Teufel transportiere ich soviel Grünschnitt?

Ich fahre privat einen kleinen Fiat Punto, der schied also schon mal aus. Über meinen Arbeitsgeber hab ich die Möglichkeit einen T5 auszuleihen mit Abrechnung einer Kilometerpauschale. Jedoch sammeln sich allein durch die Abholung und Fahrt zum Garten einige Kilometer an und da das Ladevolumen mittelgroß ist, hätte ich wahrscheinlich zweimal fahren müssen. Es müsste also ein größeres Geschütz aufgefahren werden. Grundsätzlich kann man bei Baumärkten relativ günstig mieten, meist aber auf Stundenbasis. Bei einer namenhaften großen Autovermietung gab es ein gutes Angebot 19€ pro Tag für einen Mercedes Sprinter. Schnäppchen. Nur bin ich noch nie so ein Riesenfahrzeug gefahren. Mein Freund war zu der Zeit noch verfeindet bezüglich des Gartens. Und da ich ein ziemlich trotziger Sturrkopf bin sagte ich mir,  ich schaffe das auch allein. Irgendwann fährt jeder etwas zum ersten Mal. Und man glaub es kaum es ging gut. Mein Tipp: Traut euch, überschätzt euch in kniffligen Situationen nicht, sondern seid besonnen und im Zweifel das Hupen anderer ignorieren wenn ihr im Schneckentempo unterwegs seid.

Jetzt musste nur noch der ganze Grünschnitt ins Auto. Zwei Stunden, unzählige Schubkarren und Arme wie Blei aber dann war es geschafft. Im Kompostierwerk ab auf die Waage und dann zum Ablageort fahren. Ich sag euch, ich hab noch nie so einen riesigen Haufen Verschnitt gesehen. Das waren locker 8-10 Meter in der Höhe. Naja wir haben unseren Haufen dann „nur“ noch aus dem Fahrzeug geschoben (war fast anstrengender als rein weil alles verhakt und verklemmt war). Und als das geschafft war wieder zurück auf die Waage.

340kg ! standen auf der Uhr

Dafür habe ich dann nicht mehr als 15€ bezahlt.  Also auf jeden Fall deutlich günstiger als beim städtischen Entsorgungsbetrieb. Bei kleineren Mengen fahre ich die Herrschaften jetzt schon an. In diesem Fall war es aber eine goldrichtige Entscheidung. Also Ladies &  Boys, keine Angst vor großen Autos und lieber alles in einem Rutsch erledigen als immer nur kleine Mengen fortzubringen. 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Eure Elisa von rienmakafer.

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