Schrebergartenalltag

Freunde & Feinde im Beet – Teil 2 | Beetplanung 2017

Hallo liebe Käferchen,

im letzten Beitrag gab es bereits einen Einblick in die Grundsätze der Mischkultur. Diesem Thema sind wir auch weiterhin auf der Spur. Hier erfahrt ihr heute einige Tipps und Leitlinien für den erfolgreichen Anbau von Gemüse und Obst.

5 Grundregel für den Anbau in Mischkultur

  1. Achte auf die Wurzeltiefe: Baut man tiefwurzelndes Gemüse wie Möhren oder Pastinaken gemeinsam mit Flachwurzlern (z. B. Salat und Mangold) an, kann man Lücken zwischen den Reihen füllen. Damit erhöht ihr die Ausnutzung eurer Beetfläche.
  2. Mische Pflanzen mit unterscheidlicher Wachstumsdauer: Schnell wachsende Sorten (Gartenkresse, Spinat, Salat) werden mit langsam wachsenden Köhlchen, Gurken, Möhren oder Tomaten kombiniert. Radieschen zwischen den Reihen von Möhren, Pastinaken oder Lauch sind willkommene Lückenfüller und helfen als Orientierung beim Unkraut häckeln.
  3. Sexs sells – Schaffe bunte, blumige Anreize: Mische Gemüse mit Kräutern und Blumen um Insekten und vor allem Bienen für die Bestäubung deiner Pflanzen anzulocken. Sorgt nebenbei auch für einige zusätzlichen Farbtupfer im Beet und im besten Fall maximale Fruchtentwicklung.
  4. Sexs sells – Schaffe bunte, blumige Anreize in deinem Beet. #mischkultur

  5. Achte auf Abwechslung im Beet aka die Fruchtfolge: Viele Gemüsesorten sollte man nicht an der gleichen Stelle im nächsten Jahr anbauen. Daher sollten die Plätze jedes Jahr rotieren. Bei Kohlarten und Stangenbohnen empfliehlt man sogar eine dreijährige Pause. Tomaten dagegen sind davon eher unbeeindruckt und sehr standorttreu. Welche Begriffe in diesem Zusammenhang oft auftauchen sind Stark- und Schwachzehrer.
  6. Regeln sind da um sie zu brechen: Diese vier Punkte sollen euch helfen, beruhen aber auf Beobachtungen vieler Menschen und ihren Erfahrungen aus vielen Jahrzehnten. Es muss nicht immer zu treffen und daher seht dies nicht als Dogma sondern als eine Möglichkeit eure Erträge und die Gesundheit eurer Pflanzen positiv zu beeinflussen.

Im letzten Teil der Reihe gibt es dann endlich eine kleine Aufstellung zu den Freunden und Feinden im Beet, zu erfolgreichen Partnerschaften. Welche Bauernregeln oder Erfahrungen mit Mischkultur habt ihr noch bereits probiert und gemacht?

Ich wünsche euch eine schöne erste März Woche,
Eure Elisa von rienmkaefer.

Klicke hier um mehr über die Grundregeln der Mischkultur zu erfahren.

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2 thoughts on “Freunde & Feinde im Beet – Teil 2 | Beetplanung 2017”

  1. Hallihallo!

    Was für ein schönes Blog Du hast! Blogger hat meine Blogroll geschluckt, deswegen nutze ich die Gelegenheit, mal wieder neue Gartenblogs zu recherchieren, bevor ich sie neu aufsetze. ;-) Und da habe ich Deine schöne Seite gefunden! Ich habe auch einen Kleingarten seit 2015, aber in Berlin. Wenn Du Lust hast, schau mal vorbei!

    Zum Artikel: Ich habe mich mit dem Thema Fruchtfolge und Mischkultur im letzten Jahr auch ausgiebigst befasst, unter anderem im Gartenfachberaterkurs, aber natürlich auch fürs Blog. Zum Punkt 4 ist noch zu ergänzen, dass vor allem Pflanzen derselben Gruppe immer nur mit ein paar Jahren Abstand angebaut werden sollten (zum Beispiel Tomaten und Kartoffeln, die beide Nachtschattengewächse sind), weil sie anfällig für die gleichen Schädlinge sind und die Folgekultur durch ihre Wurzelausscheidungen im Wachstum hemmen. Das meint man mit Fruchtfolge. Mischkultur bezieht sich dagegen darauf, welche Pflanzen man nebeneinander pflanzt, weil sie sich zum Beispiel gegenseitig Schädlinge vom Hals halten (wie Erdbeeren und Knoblauch). Im ersten Jahr Stark-, dann Mittel-, dann Schwachzehrer anzubauen, hat eher damit zu tun, dass man die Nährstoffe im Boden optimal nutzt, bevor man wieder welche zuführt (zum Beispiel durch Gründüngung).

    So viel vorweggenommen, kann ich allerdings Punkt 5 gar nicht genug unterstreichen! Wenn man versucht, sich an alle Regeln zu halten, wird man echt wahnsinnig. :-D

    Liebe Gartengrüße!
    Jessica

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    1. Hallo Jessica,

      vielen Dank für deine weiteren wichtigen Anmerkungen. Das ganze Thema ist echt sehr komplex und am Ende ist am wichtigsten, einfach machen und die Erfahrung kommt mit der Zeit ;)

      Viele Grüße
      Elisa

      Gefällt mir

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