Schrebergartenalltag

Die Herrin der Ringe – Ein Drama in drei Akten

Hallo liebe Käferchen

Das Erlebnis, welches ich heut mit euch teilen möchte, reicht bis in den Oktober zurück. In der Zeit war es ziemlich still im Blog. Das Wetter war mies, Urlaub hab ich dann meist drinnen verbracht. Ich hatte auf meiner Liste noch das Pflanzen eines Weinstockes und Umsetzen meiner Beerensträucher gehabt. Dafür habe ich fünf große Pflanzringe aus Beton gekauft. Nutzt ja nichts, musste ja gemacht werden also hatte ich mich raus getraut, war klitsch nass und um die folgende Geschichte reicher. Erlebt mit mir das Pflanzring-Drama in drei Akten.

Eine kostengünstige und schnelle Variante um Begrenzungen und erhöhte Flächen zu schaffen sind Pflanzringe. Die gibt es in jedem Baumarkt, verschiedene Farben, Größen und schön stabil aus Beton. In meiner Vision sollten fünf große Ringe her. Dahinter kommt dann ein Rankgitter und gepflanzt wird der Wein, etwas Clematis und dann war noch ein Platz für Saisonbepflanzung offen.

Akt I – Vom Ringfund

Ich habe bereits mein Kräuterbeet mit diesen Pflanzringen angelegt. Dazu hatte ich die Kleineren schneckenförmig angeordnet. Ich konnte mich noch daran errinnern, dass ich beim ersten Kauf überrascht war, wie schwer die Teile sind. Tja umso vorhersehbarer war, was mir dieses Mal blühte. Ich hatte mir die großen Pflanzringe ausgesucht. 48*38*30 (cm) – Joar.. ach.. die kleinen Dinger, hatte ich gedacht. Voller Selbstüberschätzung stiefelte ich also in den Baumarkt, fest überzeugt fünf Ringe zu kaufen. In der Baustoffhalle angekommen, erste Zweifel. Uh ziemlich groß, ach naja wird schon. Hoffnung stirbt zu letzt. Einmal die Arme drumschlingen und zack denkste –  circa 10 Sekunden später hieß es ‚Operation gescheitert‘. Kurzum unfassbar schwer, ich hing an dem Ring, er bewegte sich keinen Milimeter.

AKT II – Der Rat von Elrond

Also allein bin ich mit dem Vorhaben gescheitert. Welche Alternativen gibt es? Lieferung durch den Baumarkt? Mmmh naja für nur 5 Steine vielleicht etwas übertrieben und außerdem auch nur Lieferung bis zur Bordsteinkante. Alternative zwei: Männliche Unterstützung. Tja da denk man – ist doch klar warum kommt die den nicht gleich drauf? Ich bin auf der einen Seite gern selbst tätig und dann umso stolzer wenn ich es dann allein schaffe. Auf der anderen Seite, ich weiß ja nicht wie es euch so mit euren Männern & Frauen ergeht, ich kann mich zwar auf die Unterstützung verlassen, oft muss ich aber große Überzeugungsarbeit leisten. ‚Wofür brauchen wir das, Muss das sein, Geht das nicht auch anders, Das geht nicht ins Auto‘, und so weiter… Mancmal fehlt dann auch etwas das Vorstellungsvermögen und wenn es dann alles erledigt ist, kommt ‚Oh wie schön, Gut das wir das gemacht haben‘. Naja aber die Diskussion versuche ich dort wo es geht zu umgehen. Im Fall der Pflanzringe war es dann auch etwas schwierig. Schlussendlich ging es aber zu zweit los. Ins Auto (ein Fiat Punto) passen ganz wunderbar (will sagen gerade so) fünf Stück rein. Ach hab ich noch gar nicht erwähnt. Ein Ring wiegt angeblich 40kg. Das erklärt auch warum ich mich allein so schwer getan habe. Am Gartenverein angekommen wollten wir zuerst einen zu zweit tragen, aber laufen ist dann sehr schwierig. Allein schafft es mein starker Mann schon irgendwie, aber gut für den Rücken ist das nicht. Schuppkarre habe ich keine, nur diese kleinen Sackkarren von Ikea, die aber nur 20kg oder so tragen. Plan B war einen Balken durch stecken und dann wie ein Wildschwein in Asterix und Obleix schultern. Geht irgendwie ist aber umständlich und sehr einseitig. Plan C kommt von der Frau: Jeder rollt einen Ring. Tja damit sind wir natürlich viel effizienter. Über die kleine halbmondige Stelle rollt man einfach drüber –  mit etwas Schwung. Immer noch anstengend aber machbar. Der Weg sollte weich sein, sonst kann der Ring Schaden nehmen.

Akt III – Sméagols Zähmung

Alle fünf Ringe sind nun im Garten. An einem regnerischen Tag hab ich mich dann an die Verwirklichung meiner Idee gemacht. Drei Steine sollten in Reihe am Zaun sein, dort dann einen Weinstock mit Rankgitter als Sichtschutz. Die anderen zwei sollen jeweils einen Beerenstrauch umschließen. Beim Ausrichten sind die Steine leider auch nicht leichter geworden, aber irgendwie geht es dann doch allein. Immer ein Stück anheben, drehen und so weiter. Tja nachdem ich mich eine Stunde abgerackert hatte, völlig durchgeweicht war, hab ich mir das Ganze aus der Ertfernung betrachetet. Die Dreier-Reihe war positioniert. Vor meinem inneren Auge platzierte ich noch die anderen zwei,  im Abstand von einem Meter als Solitär davor. Und naja was soll ich sagen. Es sieht einfach irgendwie blöd aus.

Kurzum Planänderung. Die Pflanzringe werden hübsch aneinander gereiht, 90Grad gedreht und so als Begrenzung zu den Stauden eine neue Tiefe in den Garten bringen. Als Sichtschutz an den Zaum kommt noch Blühendes Strauchzeug und ein zweites Rankgitter. Das hab ich jetzt letztes Wochende erledigt. Das Ergebnis seht ihr hier.

Also ich bin jetzt erstmal zufrieden und jetzt kann ich endlich Rasen und Wildblumen aussehen. Mit dieser Anekdote verbleibe ich und möchte von euch wissen welches Projekt ihr mrhrfach angegangdn seid und auch zur Verzweiflung gebracht hat? Schriebt es in die Kommentare.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,

Eure Elisa von rienmakaefer

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3 thoughts on “Die Herrin der Ringe – Ein Drama in drei Akten”

  1. … ich bin so am Lachen 😂 Schlag mir auf die Schenkel 😂 Und ich dachte schon, nur ich würde so gegen Windmühlen ankämpfen ( mein Liebster hat die gleichen Sprüche ) Wir können ja mal tauschen. Ob die Kerls das überhaupt merken? 😂😂😂
    Ich machs genau, wie Du, am liebsten gleich selber. Ist aber ok, dafür bekocht er mich öfter mal.
    Gute Idee mit den Ringen. Schönen Garten, den du das hast.

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    1. Da muss ich auch gleich schmunzeln. Gut dass es uns nicht allein so geht. 🤣 Danke für deinen tollen Kommentar und das Lob. Frauenpower sagt ich da nur, und manchmal ist allein eben schneller und frustfrei.

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  2. Projekt? Verzweiflung? Eigentlich fast immer 😂😂😂
    Für unsere Trockenmauer habe ich 20 Gehweplatten abgeholt. Quasi um die Ecke…so die Worte meiner Frau. Um die Ecke war dann ne viertel Stunde mit Mietwagen an einer Stelle wo man natürlich kaum parken konnte. Musste 5 mal hin- und herfahren. 5 mal das Auto ein- und ausladen und dann alle Platten mit der Schubkarre zum Garten transportieren. Danach brauchte ich keinen Sport mehr😉 Die Mauer ist aber trotzdem gut geworden … Wir wollten sie ja auch beide haben …

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