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Schrebergartenalltag

Kompost – der beste Freund des Kleingärtners

Hallo liebe Käferchen,

als mich eine Lesernachricht von der lieben Kathrin erreicht hat, die gern mehr über das Thema Kompost erfahren möchte, dachte ich was für ein Zufall. Denn genau das stand auf meiner Agenda am letzten Wochenende. Im meinem Schrebergarten habe ich einen neuen Komposter gebaut und aufgestellt. In diesem Beitrag dreht sich also alles um den Kompost und warum auch du einen in deinem Garten haben sollt, wie du ihn anlegst und was du damit anstellst.

Beim Kompostieren werden organische Materialen zersetzt und in Erde umgewandelt. Werfen wir einen Blick auf Wikipedia lesen wir:

Kompostierung (auch Rotte) bezeichnet den Teil des Nährstoffkreislaufs, bei dem organisches Material unter Einfluss von Luftsauerstoff (aerob) von Bodenlebewesen (heterotroph) abgebaut wird. Dabei werden neben Kohlendioxid auch wasserlösliche Mineralstoffe freigesetzt wie beispielsweise Nitrate, Ammoniumsalze, Phosphate, Kalium- und Magnesiumverbindungen, die als Dünger wirken. Ein Teil der bei diesem Abbau entstehenden Zwischenprodukte wird zu Humus umgewandelt.

3 Gründe jetzt einen Kompost in deinem Garten anzulegen

  • Du kannst all den Grünschnitt aus deinem Garten einfach und kostenlos entsorgen.
  • Du bekommst einen fantastischen Dünger für deine Pflanzen.
  • Du sorgst dafür, dass winzige Organismen ein Zuhause und Nahrung erhalten.

Einige Schrecken immer noch davon zurück einen eigenen Kompost in ihrem Garten zu haben. Es würde stinken, irgendwelche kleinen Viehcher herumkrabbeln. Alles quatsch. Ein richtig angelegter Kompost riecht nicht und die Tierchen bleiben lieber im Kompost, wo es warm und kuschelig ist. Und abgesehen davon sollte man sich über kurz oder lang als Gärtner mit dem Kontakt zu Kleinstlebewesen anfreunden. Du wirst immer wieder auch bei der Arbeit im Beet damit konfrontiert. Meine Toleranzschwelle bei Krabbeltieren war zuvor auch eher niedrig. Aber mittlerweile bekomme ich keine Panik mehr wenn ich eine Spinne entdecke. Erschreckt habe ich mich nur letztes Jahr einmal höllisch als unter einer Plane eine kleine Zauneidechse durch das Aufdecken umhergeschleudert wurde. Da blieb mir wirklich kurz das Herz stehen. Aber ich und Fred haben gelernt einen respektvollen Abstand zueinander einzuhalten. Also nur Mut und ran an den Kompost. Jetzt bleiben noch die jenigen übrig, denen der Platz im Garten fehlt oder zu schade ist. Ihr müsst selbst abwägen ob ihr einen Kompost aus den genannten Gründen nützlich findet. Mir ist es den Platz wert, da ich so vieles gleich entsorgen kann und ein tolles Produkt am Ende für die Düngung meiner Beete bekomme. Alternativ kann man auch eine kleinere platzsparende Version für Küchenabfälle anlegen oder ein sogenanntes Wurmhotel / Wurmcafe. Ich finde diesen Beitrag zu einem DIY-Wurmcafe im Blog von „Der kleine Horror Garten“ für Einsteiger sehr hilfreich.

3 Dinge, die du beim Anlegen eines Komposts beachten sollest

  • Dein Kompost sollte an einem schattigen Ort aufgestellt werden.
  • Der Behälter sollte freien Kontakt zum Erdreich haben, also der Boden nicht verschlossen sein.
  • Dein Komposter sollte ausreichend belüftet sein (Lüftungsschlitze oder -löcher, bei DYI Holzkompostern einfach die Bretter mit etwas Abstand anbringen).

Holzkomposter, Plastik Termokomposter oder einfach einen Haufen – das ist hier die Frage. Ich habe das jetzt nicht recherciert, welches die beste Variante ist. Nur soviel, meine Omi hat einen Haufen wo ihre Abfälle landen und das funktioniert super. Dafür braucht ihr aber in der Regel etwas mehr Platz da es breiter ausläuft. Ich hatte in der Vergangenheit Termokomposter. Leider war das Modell nicht sehr stabil und ging an der Seite immer auf. Zu dem sieht es irgendwie nicht sehr schön aus, in meinen Augen immer etwas wie ein Fremdkörper. Mit zwei war auch die Platznutzung nicht optimal da sie oben schmal zu laufen. Jetzt habe ich mir aus einfachen Baubrettern einen Komposter zusammen geschraubt, der genau die Größe für den Standort hat. Mein Komposter steht direkt unter einem Kirschbaum und ist bereits beschattet. Das werde ich noch durch eine Begrünung verstärken. Das bietet sich auch an falls ihr keinen schattigen Standort im Garten habt. In dem ihr Kürbis oder Kapuzinerkresse pflanzt und daran ranken lasst sorgt ihr für ein besseres Klima. Durch die direkte Sonneneinstrahlung trocknen die oberen Schichten zu stark aus und der Verwertungsprozess kommt nicht richtig in Schwung. Ich werde bei mir auch auf jeder Seite noch ein paar Pflanzen davon aussäen dann sieht der Kompost auch gleich lebendiger aus und der vermeindlich verlorene Platz kann noch für Essbares genutzt werden.

3 Zutaten für einen unwiderstehlichen Kompost

  • Befülle deinen Kompost nur mit organischem Material (Küchen- und Gartenabfälle, aber kein Fleisch, Knochen oder Grillkohlenasche).
  • Vermische deine Abfälle mit grobem Materialien wie Äste, Laub oder Rasenschnitt.
  • Habe geduld und sei fürsorglich: Lass den Kompost ruhen bis er einsinkt und durchmische ihn anschließend noch einmal.

Achte drauf, dass dein Kompost nur mit organisch abbaubaren Abfällen versorgt wird. Tierische Lebensmittel locken in der Regel nur wilde Tiere an und werden nicht umgesetzt. Wenn du Grünschnitt untermischt achte darauf keine samentragenden Unkräuter unterzumischen. Diese würdest du sonst mit dem reifen Kompost wieder ins Beet tragen. Durch eine gleichmäßige Durchmischung beim Befüllen werden feuchte und faulige Schichten in deinen Abfällen vermieden. Äste und Grünschnitt solltest du aber grob zerkleinern damit sie besser abgebaut werden. Am besten streust du auch regelmäßig etwas reifen Kompost von unten auf die obere Schicht, da darin die Mirkoorganismen enthalten sind. Zum Schluss heißt es wie so oft beim Gärtnern abwarten und Limo trinken. Der Kompost wird von vielen kleinen Lebenwesen bevölkert. Die arbeiten und futtern kräftig und möchten nicht jeden Tag durch eine Mistgabel aufgeschreckt werden. Jedoch ist es von Zeit zu Zeit notwendig das Ganze mal zu mischen, damit neuer Sauerstoff zugeführt wird. Wenn du dann 6-12 Monate gewartest hast, wirst du mit reifem Kompost (wenn er nach frischem feuchtem Waldboden duftet und leicht krümelig ist) belohnt. Diesen kannst du dann auf denen Beeten verteilen. Vorher solltest du grobe Rest heraussieben. Den Kompost streust etwa 1 cm dick aus (10 Liter pro 1qm).

Ich hoffe einige von euch räumen demnächst auch ein kleines Kompost Plätzchen in ihrem Schrebergarten ein, falls nicht schon vorhanden. Ich freue mich auf eure Kommentare, Fragen und Erfahrungen rund um das Thema Kompost.

Bis bald,
Elisa von rienmakaefer.

Quelle für mehr Informationen: Gartenjahr für Einsteiger (Joachim Mayer)

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