Die Hecke musste weg | Reloaded

Hallo liebe Käferchen,

ihr errinnert euch sicher noch an das erste Abenteuer mit meiner Thuja Hecke. Ein mächtiges U, hoch wie breit. Die erste Aktion liegt jetzt schon drei Jahre zurück. Nunja ein kleines Eckchen, okay eher eine riesige Wand stand ja immer noch im Schrebergarten. Und diesem Ungetüm ging es vor knapp einer Woche an den Kragen.

Entzückend, oder? Hinter der Laube war quasi kein Durchkommen mehr und das Stück an der Wiese wird auch Jahr zu Jahr breiter. Ich kann verstehen warum eine Thuja Hecke auf den ersten Blick ganz schön und praktisch ist. Aber an alle, die mit dem Gedanken spielen – Ihr tut euch und der Natur damit keinen Gefallen. Übersäuerte Böden, Schädlinge und keinerlei Nutzen für Vögel, dafür wuchert es schneller als ihr die Heckenschere auspacken könnt. Mit der Zeit ist ein radikaler Rückschnitt nicht mehr möglich, da nur die Spitzen grün sind. Je mehr ihr zurückschneidet, desto mehr braune, abgestorbene Blätter und dürre Äste kommen hervor. Also wers schnell grün haben will, nehmt Himbeeren, die wuchern auch, aber da hat Mensch und Tier wenigstens noch etwas davon ;)

Also kommen wir zur Aktion „Heckensägenmassaker“. Beste Unterstützung hatte sich wie jedes Jahr auf den Weg gemacht. Mit dabei eine Kettensäge. Ja das letzte Mal habe ich die Stämme nur vom Grün befreit und diese dann ausgegraben, aber ich sag euch, dass ist Schwerstarbeit. Also wurde diesmal das Ganze am Stück bündig mit dem Boden abgesägt. Das hat dann auch pro Hecke nur fünf Minuten gedauert und das Elend war vernichtet. Wenn man die Stämme im Ganzen absägt, vereinfacht das den Transport zum Hänger ungemein, da man es einfach hinter sich herziehen kann. Am Hänger angekommen, haben wir dann aber noch größere Äste abgeknipst und alles sorgfältig übereinander gestapelt, damit auch alles drauf passt (Spoiler, es war knapp ;))

Aufgeladen auf einen schönen großen Hänger und ordentlich verzurrt und gesichert, hat sich meine Hecke dann auf dem Weg ins Nirvanna gemacht. Leider hatte das Kompostwerk vom letzten Mal noch nicht an dem Samstag geöffnet. Meine Helfer waren so lieb und haben es mitgenommen. Um diese Zeit finden ja regional immer auch Oster- oder Hexenfeuer statt, so dass es eine gute Möglichkeit ist diese zuentsorgen. Tja und wo die Hecke jetzt endlich weg ist, erstrahlt der Garten in ganz neuem Glanz und ich hab soviel mehr Platz – es ist Wahnsinn. Besonders hinter der Laube kann man jetzt wieder richtig treten. Wir haben noch einen kleinen Zaun zum Nachbarn gesetzt und der Pflanztisch steht jetzt auch mitten im Garten.

Kaum wiederzuerkennen, oder? Für den neuen Heckenbereich habe ich meine bestehende Brombeere umgesetzt. Rechts davon ist eine Benjeshecke entstanden, die hoffentlich trotz der dicken Äste Anklang bei den Vögeln findet. Neben dem vorhandenen Hibiskus ist eine Felsenbirne eingezogen. Ich habe bereits einen sehr großen Strauch in einer Baumschule bekommen und bin schon ganz gespannt, wenn er dann blüht. Alles in allem ist der Bereich jetzt deutlich luftiger, freundlicher und vor allem auch ein Mehrwert für Flora und Fauna. Das Abholzen der Hecke war nicht nur mir persönlich ein Anliegen, sondern ist auch mittlerweile vereinsseitig vorgeschrieben. Neuanpflanzungen sind schon eine Weile verboten und soweit ich weiß müssen nächstes Jahr alle derartigen Gewächse gerodet werden.

Wie steht es um eure Kleingärten, hat jemand auch noch so ein Monster was er bezwingen muss? Ich kann jedenfalls nur allen raten, Kettensäge und ein großes Fahrzeug bereit zuhaben und dann ist es gar nicht so beängstigend.

Viele Grüße,
Eure Elisa von rienmakäfer.

2 Kommentare zu „Die Hecke musste weg | Reloaded“

  1. Ich habe keine Thujenhecke…. zum Glück! Ich hatte mal eine aus Fichten! Das war auch so ein Monster und ich bin froh, dass ich sie noch so rechtzeitig entsorgt habe, dass sie bezwingbar war. Jetzt könnte es höchstens sein, dass ich auch noch den Rest meiner Buchshecke entsorgen muss. Ich fürchte, der Zünsler hat ganze Arbeit geleistet. Aber vermutlich verbrenne ich die lieber und die Schädlinge gleich mit.
    Viele Grüße von
    Margit

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